06.11.2014

Ansäen eines Laubwaldes

Bügermeister Edgar Knobloch und Förster Martin Gottsche haben am Donnerstag, 6. November rund 30 Vorschulkinder der Kath. Kindertagesstätte St. Theresia zum "Säen" ins städtische Waldgebiet in der Nähe der Ochsenhut-Siedlung eingeladen.

"Aus diesen kleinen Eicheln sollen mal so große Bäume werden", sagt ein Junge zu seinem Kindergartenfreund und deutet auf die gesammelten Eicheln und dann auf die großen Kiefernbäume vor ihm hin. Genau das ist der Grundgedanke dieser Pflanzaktion - wir brauchen wieder mehr Bäume und vor allem einen klimatoleranten Mischwald. Hierbei wollen wir die Natur aktiv unterstützen und dem Beispiel des Eichhörnchens folgen: mit dem Sammeln von Eicheln und anderen Baumsamen können wir bei der natürlichen Waldsaat nachhelfen. Wir bringen die Baumsamen dotrhin, wo sie am erfolgreichsten keimen und stabile Wurzeln schlagen können: Wir säen sie, ohne Umwege direkt in den Boden des Waldes.

Starke Wurzeln

Starke Wurzeln in der Kindheit sind die besten Voraussetzungen, um auch die wildesten Stürme des Lebens überstehen zu können. Das wissen wir alle!!! Untersuchungen von Wald-Experten haben ergeben, dass gesäte Bäume mit Abstand die größten Chancen haben, tiefe und starke Wurzeln zu bilden.

Der Wald freut sich

Mit guter Stimmung und großem Arbeitseifer ging es los. Mit Arbeitshandschuhen und Eimern voller Saatgut, das die Kindern im städtischen Wald in Grafenwöhr gesammelt hatten, konnte die Aussaat beginnen. Nachdem uns Förster Martin erklärt hatte, wie es geht, wurden die Samen von den Kindern in die aufgelockerte Walderde gelegt, zugedeckt und festgetreten. In fünf Kleingruppen strömten die Kinder aus und schafften dabei bis zu 50 Meter pro Stunde. Nach getaner Arbeit gab es zur Stärkung wärmenden Früchtetee und Butterbrezen, die uns Bürgermeister Knobloch spendiert hatte. Ja, wühlen in der Erde an der frischen Luft macht alle ganz schön hungrig! Jetzt heißt es Abwarten bis in den Frühling. Dann keimt die Waldsaat. Viele neue und gesunde Bäumesprößlinge sind dann hoffentlich zu entdecken. Alles selbst gesät! Es war ein gutes und beeindruckendes Gefühl für uns alle, Kinder und Erwachsene, an dieser tollen und vor allem nachhaltigen Aktion teilzunehmen.

Und der Wald?

Er wird über Jahrzehnte Freude und Erholung schenken, bietet vielen kleinen und großen Bewohnern einen naturnahen Lebensraum und weckt besonders bei den Kindern ein tiefes Verständnis und damit Verbundenheit und Verantwortung für den Wald und unsere Umwelt.

Die Kinder staunen: daraus werden einmal richtig große Bäume.

Aufmerksame Kinder: Herr Gottsche erklärt das Ansäen des Saatguts

Nach getaner Arbeit: Stärkung von Herrn Bürgermeister