21.06.2012

Kräuter, Spiele und ein Blick in die frühere Zeit

Die zukünftigen ABC-Schützen der Kindertagesstätte St. Theresia aus Grafenwöhr besuchten bei herrlichem Wetter mit dem Bus das Oberpfälzer Freilandmuseum in Neusath-Perschen.

Mit zwei erfahrenen Kräuterexpertinnen machten wir uns auf den Weg durch die herrliche Anlage des Freilandmuseums.

Suchspiel führt zur "Wiesenapotheke"

Um zum ersten Ziel an diesem Tag zu gelangen, durften die Kinder gleich eine Aufgabe übernehmen: "Marienkäfer" (bemalte Nussschalen) am Wegesrand suchen und einsammeln. Erst als jedes Kind einen Käfer gefunden hatte, erreichten sie das gemeinsame Ziel - es warteten jetzt die verschiedenst duftenden Kräuter auf sie. Die Kinder versuchten die Pflanzen durch riechen, tasten und schmecken beim Namen zu nennen, was ihnen vereinzelt schon gut gelang. Sie erfuhren wie nützlich die jeweiligen Kräuter für den Menschen und die Tiere sind. Die Schafgarbe zum Beispiel wird gerne von Schafen gefressen, die Bauchweh haben und ist somit hilfreich bei Magen- und Darmproblemen und das Blatt des Spitzwegerich wird bei Insektenstichen einfach draufgelegt und hilft so gegen den Juckreiz und die Schwellung.

An die Arbeit (Mit allen Sinnen genießen)

Nach der interessanten Kräuterkunde ging es nun an die Arbeit. In Kleingruppen schnitten die Kinder Schnittlauch und zupften verschiedene Blütenköpfe, wie zum Beispiel die der Kapuzinerkresse, ab. Die andere Gruppe füllte mehrere Gläser mit Sahne, um diese dann kräftig zu schütteln. Siehe da, in kürzester Zeit produzierten die Kinder so leckere Butter für den Brotaufstrich. Nach einem Gebet wurde auf dem gemeinsam gedeckten Tisch nun die selbst hergestellte Mahlzeit mit allen Sinnen genossen. Dazu gab es erfrischenden Holundersaft.

Eine Kette, die vor "bösen" Blicken schützt

Frisch gestärkt ging es zum Basteln. Für eine Kette und ein Blasröhrchen wurde der hohle Ast des Knöterichs mehrere Male durchschnitten. Die Kette entstand aus den kurzen Stücken und einem "goldenen" Knopf. Sie soll euch vor "bösen" Blicken schützen, so die Kräuterexpertin. Die längeren Stücke des Knöterichs wurden kurzerhand in Spülmittel getaucht und von der anderen Seite durchblasen. Die Kinder waren sich einig, es entstanden die besten und schönsten Seifenblasen, die man sich vorstellen konnte.

1,2 oder 3

Beim Spiel 1, 2 oder 3 konnten die Kinder durch logisches Denken und Wissen punkten. Eine der zehn spannenden Fragen lautete zum Beispiel: "Aus welchem Tier entsteht ein Schmetterling? Erstens aus der Fliege oder zweitens aus dem Wurm oder drittens aus der Raupe?". Ein Kind hatte alle zehn Fragen richtig beantwortet. Es wurde mit dem Siegerwimpel belohnt. Für alle anderen gab es einen "Tausendfüßler" zum Naschen.

Zeitreise in die Vergangenheit

Einblicke in die Zeit ihrer Ur-Urgroßmütter bekamen die Kinder beim Rundgang. Gleich beim ersten Bauernhof wurden sie von freilaufenden Hühnern, Enten, Gänsen und Pfauen begrüßt. Zu sehen gab es auch Schweine, Kühe und Pferde. Die eher niedrigen Häuser, die wenigen Zimmer darin, die kurzen Betten mit dem strohgefülltem Bettzeug, das Inventar der Stuben ließen die Kinder erahnen, wie die Menschen früher lebten. "Wie kann man denn hier runterspülen?", fragten sich die Kinder beim Betrachten des Plumpsklos. Bei den anschließenden Spielen aus alten Zeiten konnten die Kinder ihre Geschicklichkeit beweisen. Hufeisen werfen, Stelzen laufen, Bogen schießen und Kegeln waren angesagt.

Ein leckerer Abschluss

Einen letzten Halt gab es an der heimischen Eisdiele in Grafenwöhr. Jedes Kind konnte sich noch mit seinem Lieblingseis erfrischen, bevor es dann zum Kindergarten zurück ging. Dort warteten bereits die Eltern, um sie nach diesem ereignisreichen und spannenden Tag in Empfang zu nehmen.

Auf einem Gruppenbild stehen 24 Vorschulkinder vor einem Brunnen.

Vierundzwanzig Vorschüler der Kita St. Theresia machten sich auf den Weg ins Freilandmuseum Neusath - Perschen.

Frau Lottner erklärte den Kindern alte Kinderspielzeuge aus vergangen Zeiten. Anschließend wurde aus Naturmaterial eine Kette gebastelt.

Frau Lottner steht auf der einen Seite des Tisches, vier Vorschulkinder auf der anderen Seite. Die Frau zeigt den Kindern ein längliches Spielgerät aus den alten Zeiten.

Äußerst interessant fanden die Kinder die Einrichtung der alten Bauerhäuser, die wir gemeinsam besichtigten.